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6/2016

Laborjournal

NACHRICHTEN

11

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klinischen Alltag allerdings zu teuer wäre,

hat Borks Team inzwischen einen metage-

nomischen Schnelltest entwickelt, der nun

in weiteren Studien erprobt werden soll.

Ellis Island Ehrenmedaille

Vernetzungshelfer

Wie steuert der Geruchssinn das Ver-

halten von Insekten? Und wie sieht die

neurobiologische Verschaltung dahinter

aus? Solchen Fragen geht der gebürtige

Schwede

Bill Hansson

amMax Planck In-

stitut für chemische Ökologie in Jena nach.

Jetzt aber hat er eine für Insektenforscher

ungewöhnliche Auszeichnung bekommen:

Die International Ellis Island Ehrenme-

daille. Ellis Island in New York war bis ins

20. Jahrhundert hinein der Hafen, der als

Sammelpunkt für Einwanderer in die USA

diente. Die National Ethnic Coalition of Or-

ganizations (NECO) vergibt Ellis IslandMe-

daillen eigentlich anUS-Bürger, die sich für

das Gemeinwohl engagieren. Seit 2003 gibt

es die Auszeichnung aber auch für interna-

tionale PreisträgerwieHansson. Der schaut

nämlich nicht nur Arthropoden ins Gehirn,

sondern ist auch einer der Vizepräsidenten

derMax-Planck-Gesellschaft (MPG). Indie-

ser Funktion setzt er sich unter anderem

für internationale Wissenschaftlerkoope-

rationen ein und treibt die Vernetzung von

Forschergruppen voran. So unterstützt die

MPGmit demMax Planck Florida Institute

for Neuroscience beispielsweise auch eine

Forschungseinrichtung in den USA.

Otto-Bayer-Preis

Licht an, Wirkung aus

75.000 Euro erhält mit dem Otto-Ba-

yer-Preis der in Österreich geborene Bio-

loge und Chemiker

Dirk Trauner

von der

LMUMünchen. Trauner sei ein Pionier der

Photopharmakologie, die inzwischen auch

Impulse für neuartige therapeutische An-

sätze gebe – so das Stiftungskuratorium.

Konkret modifiziert Trauner niedermole-

kulare Substanzen, umsiemit Licht ansteu-

ern zu können. Sowar er vor einigen Jahren

an einer Arbeit beteiligt, die zeigte, wie

man Kaulquappen per Knopfdruck aufwe-

cken oder in Narkose versetzen kann (

An-

gewChem Int Ed Engl

51(42):10500-4). Die

Forscher hattenPropofol soumgebaut, dass

es bei Licht einer bestimmtenWellenlänge

seine Konformation ändert und dann nicht

mehr auf den GABA-A-Rezeptor wirkt. Auf

diese Weise sind die Tiere in Dunkelheit

betäubt und wachen auf, sobald man das

Licht einschaltet. Trauner testet verschie-

dene solcher Photoschalter und hofft, da-

mit Zellrezeptoren präzise ansteuern zu

können. Zentraler Baustein ist Azobenzol,

das im Licht seine Form verändert. Für die

Zukunft hofft Trauner auf Medikamente,

die man auch beim Menschen auf Knopf-

druck ein- oder ausschalten kann, etwa um

Nebenwirkungen zu minimieren.

-MR

E

-

Dirk Trauner

Foto: LMU