Laborjournal 2018-01/02

1-2/2018 | 3 EDITORIAL …klopfte Gevatter Einsicht an unsere Tür. Seine Reise zu uns war beschwerlich und lang, sein Mantel staubig, seine Schuhe durchge- laufen. Wir baten ihn hinein und servierten ihmKaffee und Kekse – so, wiewir dasmit be- sonderen Gästen zu tun pflegen. Wir hofften, ein wenigmit ihmplaudern zu können, doch schnell kam der Meister auf sein Anliegen zu sprechen. Er sei gekommen, um uns zu war- nen und uns auf den rechten Weg zu wei- sen:„Habt acht vor der Gewohnheit. Stillstand führt mit großerWahrscheinlichkeit zumTod. Das Herz kann Euch ein Lied davon singen. Also bewegt Euch, Euren Geist und am bes- ten gleich die ganzeWelt.“ Das kamuns doch ein bisschen ungemütlich vor, so zwischen Kaffee und Keks, und sogleich fiel uns, quasi als Entschuldigung, einiges ein, was sich nie verändert hat, aber immer noch lebt: Nivea, Tesa, Thomas Gottschalk, ... Nichts davon ließ er gelten, vor allemnicht Thomas Gottschalk. Der sei auf dem absteigenden Ast. Aber so was von! Auf diesen Ast wollen wir natürlich nicht kommen. Wir wissen ja, wo das endet. Bes- tenfalls im Dschungelcamp. Was also tun? Gevatter Einsicht war has- tig abgereist und hatte keine Antwort hin- terlassen. Warten auf Meister Göttliche Ein- gebung? Der kommt selten vorbei. Sehr sel- ten. Eigentlich nie. So kames, dass sich die Laborjournalisten viele Fragen stellten und dann selbst einen Plan bastelten. Ein Ergebnis dieses Plans hal- ten Sie indenHänden. Laborjournal 2.0. Neues Layout – und sogar vom heiligen Schriftzug haben wir uns verabschiedet. Aber nicht nur äußerlich, auch drinnen hat sich einiges ver- ändert und es kommt noch mehr. Beispiels- weise eine neue Serie über Forschungsför- derung. Für all diejenigen interessant, die die Frage quält:Wo kann ichwie viel Geld für mei- ne Forschung beantragen? Und online? Und Social Media ? Fangen wir hinten an. Inzwischen hat jeder Mensch sein eigenes Soziales Netzwerk, so jedenfalls kommt es uns vor: Facebook, Instagram, Twit- ter,Wire,WhatsApp, Telegram, Google+, You- Tube, SnapChat und so weiter. Müssen wir da mitmachen? Oder sollen wir gar ein eigenes Soziales Netzwerk etablieren? Und sind Sozia- le Netzwerke überhaupt noch sozial, wenn je- des Kleingrüppchen ein anderes verwendet? Wir sind auf Facebook. Das ist weit ver- breitet. Allerdings werden Posts von Zeit- schriften immer weiter zurückgedrängt.Wenn man Leser in der Timeline erreichen will, zahlt man an den Zuckerberg. Sie finden uns wei- terhin auf Facebook, aber wir verrenken uns nicht mehr, um bei Ihnen aufzutauchen. Wir sind auf Twitter. Das ist nützlich. Vie- le in der Forscher-Community sind ebenfalls dabei. Es findet ein Austausch statt, der uns schon so manchen Kontakt und das ein oder andere Thema für einen Artikel beschert hat. Fazit: Soziale Medien ja, aber nicht alle. Und online? Wir haben eine Webseite – und die ist gut besucht. Hier geht Laborjour- nal weiter, wenn die Printausgabe erschienen ist. Nachrichten, Hintergründe, Jobs, Metho- den und Spaß kommen in hoher Frequenz auf die Homepage. Die gesamte Plattform haben wir nach dem Besuch von Gevatter Einsicht neu gestaltet. Sie sieht schick aus und ist trotzdem übersichtlich. Und es kom- men weitere Features peu à peu dazu – et- wa das sogenannte Responsive Design , da- mit Sie uns auch auf dem Smartphone be- quem lesen können. Wir laden Sie also ein, das was wir zu sa- gen haben, zu lesen. Print und Online. Und, wir schicken Ihnen bei Gelegenheit den Ge- vatter Einsicht vorbei. Sie können uns gerne berichten, was er Ihnen hinterlassen hat. Bei uns hat er einiges bewirkt und wir denken, Ihnen wird‘s gefallen. Neulich in der Redaktion… Gevatter Einsicht: kommt viel herum, aber selten an. Foto: iStock / ricardoreitmeyer

RkJQdWJsaXNoZXIy Nzk1Nzg=